Dyskalkulie

Als Dyskalkulie bezeichnet man Schwierigkeiten der Kinder im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und den Grundrechenarten. Die Betroffenen haben einen völlig anderen Zugang zur Mathematik. Durch differenzierte Sinneswahrnehmungen kommt es zu einer vorübergehenden Unaufmerksamkeit, die eine ganz spezielle Fehlersymptomatik hervorruft. So z.B. Zahlenverwechslungen, Zahlenstürze, Umkehrungen etc. Meist haben Menschen mit einer Dyskalkulie auch wenig Beziehung zur Zeit, zum Raum und Maßen, Größen oder Distanzen.
Je früher eine spezielle Förderung einsetzt, desto schneller zeigen sich Erfolge. Eine Dyskalkulie wächst sich nicht aus! Erfolgt die Förderung erst nach der Grundschulzeit, so treten mit großer Wahrscheinlichkeit auch Schwierigkeiten in den Fächern Physik, Chemie und evtl. auch in Informatik auf. Aus den daraus entstehenden Frustrationserlebnissen ergeben sich oft auch psychische Probleme (Sekundärdyskalkulie) wie z.B. Lernblockaden.

Eine Rechenschwäche wird im Gegensatz dazu erworben und kann durch vermehrtes Üben verbessert werden. Sie kann durch bestimmte Ereignisse im Leben hervorgerufen werden (mangelhafter Unterricht, psychische Probleme, familiäre Situation, Krankheit, Schulwechsel…)